Evolutionary Systems Biology (Master)

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Auf der ganzen Welt suchen Forschungslabors und Biotech-Unternehmen nach Menschen, die biologische und medizinische Fragestellungen mit modernen „omik“-Methoden angehen und die resultierenden komplexen Datensätze mit bioinformatischen und quantitativen Methoden analysieren können. Um diesem Bedarf gerecht zu werden, bietet das Masterstudium Evolutionary Systems Biology (ESB) die notwendige Ausbildung für diesen neuen Typ von WissenschafterInnen.

ESB-Masterstudierende

  • lernen interessante biologische Fragestellungen in experimentelle Designs umzusetzen;
  • erlangen grundlegende statistische und computertechnische Fähigkeiten, um Datensätze zu analysieren und zu modellieren;
  • kombinieren experimentelle „Wet-Lab“-Technologien mit quantitativen „Dry-Lab“-Methoden;
  • wenden diese Fähigkeiten auf Fragen an, die sich aus der Evolutionsbiologie, der Entwicklung, der vergleichenden Genomik und der Systembiologie ergeben.

Wien bietet ein einzigartiges wissenschaftliches Umfeld für das ESB-Masterstudium, das von der Expertise von Forschungsgruppen in den Bereichen Populationsgenetik, Evo-Devo, Systembiologie und Biomathematik an der Universität Wien und der Veterinärmedizinischen Universität Wien profitiert. Die Studierenden können auf die Ressourcen von zwei Universitäten und auf etablierte Verbindungen zu erstklassigen Forschungsinstitutionen wie dem Gregor-Mendel-Institut, dem IST Austria, der Vienna Graduate School of Population Genetics und dem evolVienna-Netzwerk zurückgreifen.

Master of Science

Kennzahl: 066 220

4 Semester / 120 ECTS Credits

Sprache: Englisch

Aufnahmeverfahren

Curriculum

Das Studium

Über die ersten zwei Semester verteilt werden in der Pflichtmodulgruppe „Kernmodule“ grundlegende Inhalte und Methoden in drei Teilfachgebieten der evolutionsbiologischen und systembiologischen Forschung (Populationsgenetik, Evolutionäre Entwicklungsbiologie und Molekulare Evolution, Quantitative Biologie und Systembiologie) vermittelt. Diese werden durch Pflichtmodule und frei wählbare Zusatzqualifikationen aus dem Studienangebot der Biologie und mathematisch-naturwissenschaftlicher Disziplinen sinnvoll ergänzt. Das Studium Evolutionary Systems Biology wird durch eine Masterarbeit und eine Masterprüfung (Defensio) abgeschlossen.

Fünf Begriffe

mit denen Sie sich im Studium auseinandersetzen (Beispiele):

  • Populationsgenetik
  • Systembiologie
  • molekulare Evolution und EvoDevo
  • angewandte Datenananalyse
  • Bioinformatik
  • und viele mehr...

 Einblick in die Studieninhalte

Hier finden Sie das aktuelle Lehrangebot für dieses Studium, damit Sie einen besseren Einblick in die Inhalte bekommen. Für weitere Infos bitte auf die gewünschte Ebene klicken.



Lehrende erzählen ...

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„Das ESB-Masterstudium ist in eine erstklassige Forschungsumgebung eingebettet. Eine Besonderheit ist das Einüben quantitativer Methoden durch Fokussierung auf Themen rund um die Evolutionsbiologie. Das Studium deckt das gesamte Spektrum von der Populationsanalyse bis zur Unterscheidung innerhalb von Arten ab. Für mich ist es eine Freude, die nächste Generation an BiologInnen auszubilden, die mit quantitativer Datenanalyse vertraut ist und eine fundierte Ausbildung in einer biologischen Subdisziplin erhält.

Mein Forschungsschwerpunkt liegt in der Analyse der Anpassung von sich entwickelnden Populationen an ein neues Umfeld und deren funktionale Innovationen. Beide Themen sind von zentraler Bedeutung für die Ausbildung und Studierenden wird die Möglichkeit gegeben, an Forschungsprozessen zu diesen Themen teilzunehmen.“

Prof. Dr. Christian Schlötterer

„Ich arbeite an der Konstruktion und Analyse quantitativer Modelle, um Schlüsselphänomene der Evolution zu verstehen, etwa Anpassungs- und Speziesbedingungen. Modellierung ist von Anfang an ein zentrales Thema des ESB-Masterstudiums. In Vorlesungen werden Studierenden die Schlüsselmodelle der Populationsgenetik und Systembiologie vorgestellt. In praktischen Kursen lernen sie, mit diesen Modellen zu spielen, und analysieren sie mit analytischen und computergestützten Werkzeugen.“

Prof. Dr. Joachim Hermisson

„Aufgrund der Entwicklung von Sequenzierungstechnologien der zweiten Generation ist EvoDevo mit Comparative Genomics und Molecular Evolution konvergiert. Wir verfolgen diesen integrativen Ansatz, der tiefe Einblicke in die Evolution von Tierkörperplänen und die zelluläre Differenzierung verspricht. Neue Technologien ermöglichen es, die Entwicklung genomischer Merkmale, einschließlich Chromatin-Markierung, DNA-Methylierung, cis-Elemente, regulatorischer nichtkodierender RNA, alternatives Spleißen, transponierbarer Elemente und Genduplikationen in Nichtmodellorganismen, in Angriff zu nehmen. Das Masterstudium Evolutionary Systems Biology schließt eine Lücke und bildet eine neue Generation von WissenschafterInnen aus, die relevante biologische Fragen stellen, aber auch wissen, wie Big Data bioinformatisch und statistisch analysiert werden kann. ForscherInnen mit diesem Profil und dieser Expertise sind in vielen verwandten Bereichen der modernen Biologie sehr gefragt.“

Prof. Dr. Ulrich Technau

Nach dem Studium

Das Masterstudium ESB bietet AbsolventInnen eine hervorragende Grundlage für eine Promotion in quantitativer biologischer Forschung und eröffnet vielfältige berufiche Möglichkeiten in forschungsorientierten biomedizinischen/biotechnologischen Unternehmen.

AbsolventInnen sind befähigt in folgenden Bereichen tätig zu sein:

  • universitäre und außeruniversitäre Forschungstätigkeit
  • grundlegende und angewandte Forschung (z.B. in Medizin, Biotechnologie, Pharmazeutische Forschung, Agrar- und Umweltwissenschaften)
  • Wissenschaftskommunikation
  • Planung und Durchführung wissenschaftlicher Projekte
  • Forschungsadministration und Wissenschaftsmanagement
  • facheinschlägige Lehrtätigkeit an postsekundären Bildungseinrichtungen
  • computergestützte Analyse von großen Datensätzen

Das Studium aus Perspektive der AbsolventInnen

Studienabschlussbefragung

Direkt nach dem Studienabschluss werden AbsolventInnen um ihre Meinung zum Studium gebeten. Die Befragungsergebnisse zeigen, wie das Studium aus fachlicher und organisatorischer Perspektive von AbsolventInnen bewertet wird.

Die Befragung der AbsolventInnen ist ein wichtiges Feedbackinstrument, um die Situation in den Studien kontinuierlich zu verbessern.

AbsolventInnen-Tracking

Das AbsolventInnen-Tracking stellt Informationen zu Karriereverläufen der AbsolventInnen der Universität Wien zusammen und kann Orientierung für den Berufseinstieg nach dem Studienabschluss bieten (z.B. Fragen zur Suchdauer für die erste Beschäftigung, Gehaltsentwicklung und Branchen, in denen AbsolventInnen tätig sind).